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Tagebuch des Sommerlager 2009
Freitag, 14.08.2009 PDF Drucken E-Mail

So, wir sind wieder zurueck in Asperden! Alles ist wohlbehalten am Niederrhein eingetroffen.
Morgens gab es um 8Uhr das letzte Fruehstueck. Vorher wurden die restlichen Zelte eingepackt und die Schlafutensilien derjenigen, die in der Halle uebernachtet hatten. Jelena mit Hannah und Christian mit Luca und Timo aus Emmerich sind schon vor dem Fruehstueck losgefahren, da Jelena am Abend noch arbeiten musste. Dieses Jahr gab es  mal keine Jelena-Rueckkehr-Aktion, aber am Ende wurde der Urlaub doch etwas zu kurz. Aber es hat ja alles gut geklappt und die Saunagaenger haben auch heute abend nicht auf ihren Aufguss verzichten muessen.

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Der verbliebene Rest hat nach dem Fruehstueck noch schnell alle Rauemlichkeiten und den Campingplatz aufgerauemt und die Reste vom Fruehstueck beseitigt. Dann wurden um kurz nach neun die Anhaenger angekuppelt und los ging es Richtung Heimat. Schon nach Auffahrt auf die Autobahn war die Kolonne fast komplett gesprengt. Jeder fuhr seine favourisierte Route bzw. sein Tempo: Hans und Alex fuhren bis Hannover Landstrasse. Spart allerdings auch keine Zeit, dann nach Fahrt ueber die A7 und A2 habe ich die beiden auf einem Autohof bei Hamm wiedergetroffen! Georg versuchte es sogar ueber die A1. Das ist zwar die kuerzeste Strecke, aber auch die mit den meisten Baustellen!
Beim Stop- and Go in einer Baustelle vor dem Kamener Kreuz hatte ich dann noch ein lustiges Hallo-Wach-Erlebnis. Wir standen gerade mal wieder auf der linken Spur in der Baustelle und ploetzlich klopfte es auf der Beifahrerseite am Fenster. Ich hab erst mal einen riesigen Schrecken bekommen und mir schoss sofort durch den Kopf: Warum steigt bei zaehfliessendem Verkehr denn jemand aus dem Auto aus und was will der von uns? Als ich dann nach rechts geguckt hab, sah ich Jarno breit grinsend auf seinem Motorrad, auf der Rueckweg von der Daenemark-Tour! Ja, ja, der hatte Spass und ich einen ganz schoenen Adrenalinschub!

Um etwa halb acht hatten alle Autos, Anhaenger und Lagerteilnehmer die 650km nach Hause pannenfrei absolviert! Morgen werden dann noch die Autos ausgerauemt und die Flugzeuge wieder aufgebaut! Dann ist das Sommerlager 2009 leider schon wieder Geschichte! Das Wetter war vor allem in den ersten beiden Wochen einmalig! Aber auch unsere Wittstocker Gastgeber und natuerlich der Flugplatz waren toll! Ich denke es hat allen sehr viel Spass gemacht und jeder ist auf seine Kosten gekommen!

 
Donnerstag, 13.08.2009 PDF Drucken E-Mail
Heute ist unser letzter Tag hier :-(. Zunaechst wird zunaechst zum letzten Mal geflogen, da das es zwar windig, aber trotzdem thermisch ist. Allerdings nur bis 16Uhr, denn danach muessen ja noch alle Flugzeuge, das ganze Inventar und zuletzt noch die persoenlichen Sachen verpackt werden. Dabei helfen alle mit und so laueft auch alles recht zuegig. Die Jugendlichen bauen alle ihre Zelte schon heute ab und wollen dann in der Halle uebernachten. Die Senior-Jugend zieht allerdings vor in den eigenen 4-Waenden zu uebernachten um am naechsten Tag auch richtig ausgeschlafen zu sein.
Abends sind wir dann zum Abschluss noch einmal "Unter den Linden" in Berlinchen Schnitzel essen gegangen. Der Gastraum war wieder gewohnt duster, denn das demontierte Rollo war wieder an Ort und Stelle. Diesesmal probieren wir das besser nicht  zu Oeffnen! Nach dem Essen gab es auf einmal Tumulte auf dem Damenklo. Immer mehr Maedchen verschwinden kichernd in dem kleinen Raum, dann auch noch die Angestellten der Gaststaette. Was ist denn da los? Anastasia war in der Kabine eingeschlossen, das Schloss liess sich nicht mehr oeffnen. Da auch die Angestellten das Problem nicht loesen konnten, musste Anastasia dann ihre Kletterkuenste beweisen und ueber die Wand klettern.
Am Flugplatz gab es dann noch ein letztes Lagerfeuer und ein letztes Luebzer Pils. Dann ging es recht frueh ins Bett, denn morgen geht es ja frueh los.

Ralph und Walli sind bereits heute mittag nach Hause gefahren.
 
Mittwoch, 12.08.2009 PDF Drucken E-Mail

Das Wettervorhersage kuendigte fuer heute durchwachsenes Wetter an. Fliegbar waere es gewesen, aber nach 2,5 Wochen sind wir wohl einfach zu verwoehnt. Daher stand fuer heute Ausweichprogramm an. Eine Gruppe wollte sich mal im Wasserski fahren probieren. Eine andere Gruppe blieb lieber beim herkoemmlichen Schwimmen und die Senior-Jugend machte ein wenig Kultur in der Umgebung.
Alle zum Wasserski mitgefahrenen Schaulustigen und neugierigen Leser muss ich allerdings an dieser Stelle enttaeuschen: Es gab leider keine Blamagen und Vollkatastrophen bei den Wasserskianfaengern. Fast alle hatten den Dreh nach zwei bis drei Versuchen raus und haben danach so ihre Runden gedreht.
Am Abend haben sich unsere Wittstocker Gastgeber etwas Besonderes fuer uns ausgedacht: Da direkt nebenan ein Schaefer wohnt wurden Wir zu einem Lammessen eingeladen. Viele waren skeptisch, aber die Befuerchtungen stellten sich als grundlos da. Das Fleisch war sehr lecker! Dazu gab es Kloesse, Rotkohl und natuerlich Fassbier!

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Natuerlich liessen wir den Abend wieder draussen am Feuer ausklingen.

So allmaehlich wird das Lager immer kleiner. Heute sind Stefan Becks und Simon nach Hause gefahren.

 
Dienstag, 11.08.2009 PDF Drucken E-Mail

Nach dem Briefing wurde beim Wettercheck festgestellt, dass der heutige Tag zwar kein Superstreckenflugtag sein wird, aber durchaus fliegbar. Allerdings hielt sich die Motivation zu Fliegen arg in Grenzen. Naja, die meisten sind von den zwei super Wochen halt sehr verwoehnt. Da einige aber doch fliegen wollten, wurde ein Kompromiss festgelegt: Morgens sollte zuerst nach Rechlin ins Flugzeugmuseum gefahren werden und am Nachmittag dann Flugbetrieb gemacht werden.
So passierte das dann auch: Eine Gruppe ist zum Flugplatz Rechlin-Laerz ins Flugzeugmuseum gefahren. Nachmittags wurde dann der Flugbetrieb aufgebaut und geschult.
Nach dem Essen fuhren die "jungen" dann noch ins Kino und haben sich Harry Potter bzw. Brueno angeguckt. Die aeltere Generation blieb dagegen lieber am Flugplatz und genoss die Ruhe am Lagerfeuer. Bis die Kinogaenger wieder zurueck waren. Zurzeit laueft gerade die wohl siebte muendliche Kurzfassung von Brueno. Den Sinn dafuer 5,50 Euro auszugeben hat aber noch keiner verstanden der Daheimgebliebenen wirklich verstanden.

Heute ist Peter jun. nach seinem Kurztripp wieder nach Hause gefahren. Er hat schonmal unsere Ka8 und Patrick mitgenommen.
 
Montag, 10.08.2009 PDF Drucken E-Mail

Nach 2 Wochen der erste Tag an dem wir gar nicht fliegen. Und nicht, weil das Wetter Fliegen nicht zulassen wuerde. Sondern weil wir einfach mal was anderes machen wollen! wir haben uns jetzt solange die traumhaft schoenen Seen aus der Luft angeguckt, heute gehen wir auf einem davon paddeln.
Wir sind also mit alle Mann nach Mirow zu einer Kanustation gefahren. Nach Aufteilung der Boote und kurzer Einweisung in die Eigenheiten des Paddelns ging es dann los. Wir sind bis auf zwei Zweierboote mehrheitlich in Dreierbooten gepaddelt. Das war ganz schoen kippelig manchmal! Wie kippeling, wurde auch schnell im Detail herausgefunden, denn nach kurzer Zeit schon sind die ersten unter netter Mithilfe eines anderen Bootes gekaentert.
Weiter vorne ging es etwas friedlicher zu. Wir sind ein ganzes Stueck ueber die Seen und Kanaele gepaddelt. Nach ca. 2 Stunden haben wir an einem Campingplatz Pause gemacht und haben uns gestaerkt und im Wasser abgekuehlt. Naja, die Boote, die bis da gekommen sind. Die anderen haben anderswo gerastet. Dann ging es die selbe Strecke zurueck. Nach etwa vier Stunden sind wir dann wieder an der Kanustation angekommen. Dort waren auch schon die verloren gegangenen Boote.
Nachdem alle Paddler wieder zurueck an Land waren, die Boote sauber gemacht und die Schwimmwesten und Paddel zurueckgegeben waren, ging es wieder zurueck zum Flugplatz.
Nach dem Abendessen und laengerer Diskussion wurde dann die Halle heute doch nochmal ausgerauemt. Die Ka8 musste raus, damit sie abgebaut werden konnte. Peter jun. nimmt den Anhaenger morgen schon mit nach Hause, da wir sonst am Ende nicht genuegend Anhaengerkupplungen haben.
Eigentlich sollte es dann noch Crepes geben. Die Eier wurden dafuer noch extra gekauft. Aber das Netzteil fehlte. Nach kurzer Suche wurde dann ein anderes Kabel zwckentfremdet und jetzt koennen die Crepes auch gebacken werden.

Luuk ist heute 18 geworden! Wir haben ihm ein, zugegeben sehr schiefes, Geburtstagsstaendchen gesungen.

Heute Morgen ist Chris zusammen mit Vincent und Bastian Mueller 93 abgereist. Ausserdem ist Yogi Heiting aus Emmerich nach Hause gefahren. Jarno hatte gestern Besuch von einem Freund bekommen und die beiden sind heute zu einer Motorradtour nach Daenemark aufgebrochen.

 
Sonntag, 09.08.2009 PDF Drucken E-Mail

Heute morgen war es hier relativ abgeschirmt und so war die Motivation zu fliegen relativ gering. Eine kleinere Gruppe wollte aber dennoch aufbauen und so wurde heute der 14. Flugtag in Folge! und der lohnte sich auch richtig, denn gegen mittag verschwand die Abschirmung und es entwickelten sich schoene CUs und gute Thermik. Mit einer Basis von ueber 2000m. Peter jun. und Yvonne flogen auch mal eben 260km mit der ASK21.

Der Rest faulenzte am Flugplatz oder am Badesee. Ein paar streunten ueber den direkt nebenan gelegenen Millitaerflugplatz zum GeoCatchen. Dort fand dieses Wochenende uebrigens ein Motorradrennen statt. Der Krach war dieses Mal tagsueber, aber auch etwas nervig. Eine andere Gruppe fuhr zum Flugplatz nach Kyritz. Man kann nie frueh genug gucken, was es fuer die Zukunft fuer potenzielle Ziele gibt.

Abends ging es dann mit der ganzen Mannschaft (41 Leute) zu Fuss nach Berlinchen zum Essen.

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Um die Gastwirte nicht zu ueberfordern und ueberhaupt fuer die grosse Personenanzahl irgendwo Essen zu bekommen, gab es Schnitzel und Beilagen in Buffetform. Fuer andere Gaeste blieb der Gasthof heute geschlossen! Da es etwas duster in dem Gastraum war, habe ich versucht eines der Rollos zu oeffnen. Nach leichtem Ziehen an der Schnur war das Ziel mehr Licht zu schaffen auch erreicht. Allerdings war auch das ganze Rollo demontiert Innocent. Bei dem anderen Rollo haben wir es dann lieber gar nicht mehr probiert.


Heute ist fuer eine ganze Reihe von Leuten das Lager zu Ende. Heinz und Volker, sowie Dietmar und Ute haben ihren Urlaub rum. Und auch Jana wurde von ihren Eltern abgeholt und wieder nach Guetersloh gefahren. Ausserdem sind von den Emmerichern Gerd Gockel-Feldmann und Paskal abgereist.

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Samstag, 08.08.2009 PDF Drucken E-Mail
Schon wieder wurde das Briefing bei strahlendem Sonnenschein abgehalten. So langsam wird es unheimlich!
Bevor es ans Ausrauemen ging wurde allerdings noch "Happy Birthday" gesungen, denn es gab heute schon wieder ein Geburtstagskind: Norbert wird heute 50.
Dann wurde wieder mit der taeglichen Routine die Halle und der Start aufgebaut. Heute sollte es nur 1 bis 3 Achtel geben, und irgendwann eine Abschirmung von Westen. Die stellte sich frueher ein als erwartet, gegen 15Uhr war hier alles abgeschirmt. Stefan Becks hat es leider nicht mehr ganz bis zum Flugplatz zurueck geschafft. Er lag kurz vor dem Platz im Acker.
Zum Abendessen wurde heute gegrillt. Der Kuechendienst hat ein 1A-Grillbuffet gebastelt.Yv

Heute ist Ulli Buelter leider abgereist. Er hat seinen Urlaub um und hat noch die Emmericher ASW19 mitgenommen. Fuer Lars, Ludger und Yvonne beginnt das Lager dagegen heute erst.
 
Freitag, 07.04.2009 PDF Drucken E-Mail

Heute morgen schien endlich mal wieder die Sonne!

Von zu Hause hatten sich schon sehr frueh Helmut Guenther und Susanne zusammen mit ihrer Nichte mit der OV auf den Weg hierher gemacht. Waehrend wir nach dem Fruehstueck die Halle ausgeraeumt haben kamen die drei auch schon hier an.

Gegen halb zwoelf bildeten sich dann hier endlich schoene CUs. Fast alles blieb auf Anhieb oben und zunaechst gab es auch recht gute Thermik. Hier am Platz stellte sich aber um ca. 15Uhr eine Abschirmung ein und dann ein grosses blaues Loch. Es ging fast gar nix mehr und so fiel ein Flugzeug nach dem anderen runter. Das wird doch wohl keine Aussenlandeflug geben?!
Aber als ich dann auch unten war, stellte sich raus, dass die meisten schone laengst unten waren. Ausser der Janus... Ralph und Hans waren damit in Templin aufgeschlagen. Damit bleibt Ralph seiner Serie treu. Er erkundet ja zu Hause auch systematisch alle umliegenden Plaetze und die dortigen Kosten fuer den Rueckschlepp mit dem Janus.
Da kommt jetzt wieder unser heutiger Besuch ins Spiel: Da die OV nun ja schon mal da war sind Georg und Helmut kurzerhand nach Templin ruebergeflogen und haben die beiden nach Hause geschleppt.
Danach sind Susanne, ihre Nichte und Helmut dann sofort weiter zum Tanken nach Rechlin geflogen und dann nach Hause. Die Zeit draengte ein wenig, da schlechtes Wetter fuer die Strecke angekuendigt war.

Hier in Wittstock wurde indes noch ein wenig geschult. Renni hat mit Judith aus Emmerich noch einige doppelsitzige Starts absolviert. Bei denen lief alles glatt und Judith konnte die Fluglehrer davon ueberzogen, dass sie fit fuer den ersten Alleinflug ist. Und der fand dann heute abend auch statt. Sie hat 3 tadellose Starts und Landungen absolviert und somit ihre praktische A-Pruefung bestanden.

Zum Abendessen wurden wir dann noch ein wenig verwoehnt: Gert hatte ein leckeres Menu gezaubert. Und wenn das nicht genug waere auch noch einen unwiederstehlichen Nachtisch.

Heute gab es noch eine Reihe Neuankoemmlinge:

Nachmittags sind Angelika und Norbert hier eingetroffen. Spaeter sind dann Nils und Anastasia angekommen. Sie fanden es in der ersten Woche hier so schoen und haben es sich nicht nehmen lassen noch mal zurueck zu kommen. Mitgebracht haben sie noch ihren Vereinskameraden Rudi Emmerich.
Im weiteren Verlauf des Abends kam dann noch Peter jun. an. Er hat wegen der Junioren-Quali keinen Urlaub fuer das Lager, wollte uns und seine 15 aber doch gerne ein paar Tage besuchen.

 
Donnerstag, 06.08.2009 PDF Drucken E-Mail
Heute morgen war es schon wieder grau, aber auch heute loesten sich die Wolken bald auf. Die Motivation zum Fliegen war nicht bei allen so sehr gross, da war der eine oder andere doch wohl zu spaet ins Bett gekommen gestern abend.
Auch heute mussten wir etwas warten, aber gegen 12Uhr ging es dann los. Gluecklicherweise war das Gedraengel am Start nicht so gross wie gestern und es gab auch keine Pannen, so dass alle zuegig in die Luft kamen.
Die Basis war nicht so sehr hoch, erst ca. 1000m, dann stieg sie auf 1300m an. Aber es war irgendwie schwierig heute.
Trotz alledem flog Hannah heute ihre 50km souveraen nach Perleberg. Die Einheimischen jammerten alle, wenn sie aus dieser Richtung kamen, aber die sind auch was schwierige Thermik angegeht nix gewoehnt ;-)
Ich bin nach 3 Stunden eigentlich nur noch eben in den Norden geflogen. Da standen auch eigentlich noch Wolken, die gar nicht so schlecht aussahen. Aber irgendwie war ploetzlich alles tot... Und irgendwann blieb mir nichts anderes mehr uebrig als auf dem alten Millitaerflugplatz Rechlin-Laerz zu landen. Gott sei Dank gibt es so geduldige Rueckholer wie Jelena, Jarno und Isabell! Die haben nicht nur mit mir zusammen ruck-zuck den Flieger abgebaut, sondern danach auch noch Jelenas Auto komplett auf den Kopf gestellt und in die Einzelteile zerlegt, bis mein Portemone auf dem Tower wieder aufgetaucht ist. Die Rueckfahrt war dann Dank der Strassenverhaeltnisse bockiger als so mancher Thermikflug!
Inzwischen waren alle Flugzeuge wieder in Wittstock gelandet, bis auf Bastian in der LS4. Der rief auf unserem Rueckweg an, er hatte seine erste Aussenlandung und lag in Putlitz auf dem Acker. Daher haben Jarno, Hannah und ich dann auch noch den LS4-Anhaenger angekuppelt und sind nach Putlitz geduest. Als wir zurueckgekommen sind, war es schon dunkel und die anderen sassen bereits gemuetlich am Feuer.

Heute morgen ist Anne abgereist. Er muss dringend wieder Bonuspunkte bei seiner Freundin sammeln. Auch Tizian und seine zwei Freunde sind heute nach kurzem Gastspiel wieder abgereist.
 
MIttwoch, 05.08.2009 PDF Drucken E-Mail
Es war eigentlich gutes Wetter gemeldet, aber heute morgen sah es erst mal ziemlich grau aus. Die Fluglehrer diagnostizierten aber nach dem Briefing, dass die Abschirmung sich aufloesen sollte und es dann gute Wolkenthermik geben sollte.
Von dem heimischen Verein hatten heute wohl auch ziemlich viele Urlaub, denn sie rauemten ebenfalls alles aus, was die Halle zu bieten hatte.
Zunaechst entwickelte sich das Wetter etwas zoegerlich, alle wollten noch etwas abwarten. Doch als es spaet (fuer niederrheinische Verhaeltnisse eigentlich zur normalen Zeit) dann doch endlich los ging, wollten auf einmal ca. 25 Flugzeuge gleichzeitig in die Luft. Obendrein gab es dann noch einen Seilriss, das Seil war dann auch erstmal ausser Betrieb. Das Chaos war perfekt! Um drei Uhr waren dann doch endlich alle in der Luft. Da heute aber Bergfest ist, war morgens beim Briefing abgesprochen worden, dass der Flugbetrieb um 16Uhr zu Ende ist. Naja, dumm gelaufen heute... Aber ist ja Urlaub!

Wie beim Bergfest schon Tradition gab es auch dieses Mal wieder einige Spiele zu bestreiten, bevor es dann leckeres Essen und kuehle Getraenke gibt. Dieses Jahr stand ein moderner Fuenfkampf auf dem Programm, wo die Teilnehmer mal zeigen koennen, was sie bei den verschiedenen Taetigkeit rund um die Fliegerei so drauf haben. Insgesamt 6 Teams mussten die Stationen Flieger-Tabu, Toilettendienst, Vorspannseil suchen, Sollbruchstelle flicken und Anhaenger anhaengen bewaeltigen. Dabei zeigte sich die ein oder andere Schwaeche, aber auch ein paar sehr talentierte Rueckholer und Windenfahrer wurden gesichtet.
Nach der Anstrengung gab es Spanferkel und Freibier fuer alle Lagerteilnehmer und Gastgeber. Mit Marshmellows und Stockbrot liess man den Abend gemuetlich am Feuer ausklingen.

Zur Lagermitte ist heute noch Ralph eingetroffen. Jetzt stehen da schon drei grosse Mietwohnwagen auf dem Campingplatz, die alle das kleine Igluzelt von Christian und Jelena umzingeln.
 
Dienstag, 04.08.2009 PDF Drucken E-Mail
Eine klare Nacht mit ungestörtem Blick auf die Sterne hat es schon angedeutet, es sollte ein schöner Sommertag mit strahlendem Sonnenschein werden. So konnte sich einmal mehr gut annehmbare Thermik entwickeln, die den Lagerteilnehmern schöne Flüge ermöglichte. Stephan Becks hat mit seiner ASW20 rund 270km zurückgelegt und Georg erreichte nach 208km wieder "unseren Heimatflugplatz" Wittstock. Christian F. bekam nach morgentlichen Schulstarts noch die Möglichkeit, seine ASW15 aufzbauen und erreichte 240 km. Bastian Müller konnte sich sehr über die Umrundung seines ersten 300ers freuen, welches er mit unserer frisch erworbenen ASW24 erflogen hat.
Einen besonderen Ausblick auf die traumhafte Seen-Landschaft konnte Steffi genießen. Nachdem ordnungsgemäß und treffsicher alle Kerzen auf dem Geburtstagskuchen ausgepustet waren, hat Alex ihr stellvertretend für das ganze Lager das Geschenk überreicht: Ein einstündiger Motorsegler-Ausflug durch die Umgebung mit einem heimischen Piloten in einer G109.
Doch nicht nur die Teilnehmer des Sommerlagers haben das super Flugwetter genossen, auch ein paar "gesandte" ;) des Verteigungsministeriums haben mit ihren Fightern die Segelflugplatzrunde hinsichtlich ihrer unterfliegbarkeit überprüft, und dabei die Bodenmannschaft sowie die oberhalb fliegenden Flugzeuge ordentlich erschreckt.
Den besten Schnitt hat an diesem Tag aber wohl ein Lager-Neuankömmling erzielt, Luuk Smits ist per Billigflieger von Weeze nach Berlin gereist, um dort in den Zug zu uns nach Wittstock zu steigen. Ab heute gibt es also wieder tägliche Fortbildung in der Anwendung der niederländischen Sprache;)
Mit einer gemütlichen Runde am knisternden Lagerfeuer endet ein erlebnisreicher Tag.
 
Montag, 03.08.2009 PDF Drucken E-Mail

Eigentlich hatte ich diesen Tagebucheintrag schon einmal geschrieben, aber leider ist er aus ungeklaerten Ursachen verlorgen gegangen. Darum versuche ich mich jetzt mal moeglichst genau zu erinnern, was am Montag so alles passiert ist.

Es war ausnahmsweise nicht sonnig beim Aufstehen. Es hatte geregnet und die Wolken hingen sehr tief ueber dem Flugplatz. Beim Briefing verkuendeten die Fluglehrer aber, dass gegen Mittag aufreissen sollte und dann fliegbar sein wuerde. Zwar kein Hammerwetter, aber sehr gut zum Schulen und Ablegen von Pruefungen. Daher wurden zunaechst erstmal die unvermeidlich zu verrichtenden Dinge erledigt und spaeter dann die Halle ausgeraemt. Die Wetterbesserung liess zwar ein bisschen laenger als vermutet auf sich warten, aber sie kam. Und so wurden erfolgreich einige Schulstarts absolviert und 3 C-Pruefungen sowie eine B-Pruefung bestanden.

Einige nutzten den Tag auch um mal ein wenig Kultur zu machen. Christian machte sich auf um die Flugzeugmuseen in Rechlin zu erkunden. Das eine im Ort war wohl recht ansehlich, aber das sogenannte Museum am ehemaligen Millitaerplatz Rechlin-Lerz entpuppte sich als echter Schrotthaufen.

Regina und Renni machen mal eine kleine Pause vom Lagerleben. Sie sind fuer zwei Wochen nach Bernau in ihr Ferienhaus gefahren.

Am Abend kam dann noch Yogi Heiting mit Wohnmobil und Nimbus hier am Platz an.

 
Sonntag, 02.08.2009 PDF Drucken E-Mail

Heute morgen war es beim Aufwachen schon sehr, sehr warm im Zelt. Ich bin freiwillig daraus gefluechtet, weil es nicht mehr auszuhalten war. Heute sollte auch der waermste Tag des Jahres in Brandenburg werden. Noch dazu schwuel und nachmittags Gewitter. Die Motivation zum Fliegen hielt sich nach 6 Flugtagen in Folge daher auch in Grenzen. Nur einige wenige wollten doch fliegen, der Grossteil wollte lieber schwimmen gehen. Daher ging es mit dem Auto nach Dranse zu einem uns empfohlenen See. Der hielt auch das Versprochene: es war nicht ueberfuellt und Wasser und Liegewiese waren schoen sauber. Nach einigen Stunden planschen, in der Sonne doesen und Fische fangen ging es zurueck zum Flugplatz. Dort hatten die anderen indes den Flugbetrieb auch schon eingestellt, da der Himmel mehr und mehr abgeschirmt war. Ausserdem waren Tizian und zwei Freunde angereist.

Ganz frueh heute morgen sind schon Iris, Nils und Anastasia nach Hause gefahren. Und auch Max mussten wir am Abend wieder zum Bahnhof bringen, er muss sich heute abend puenktlich wieder in seiner Kaserne zurueck melden.

Der restliche Nachmittag wurde ziemlich faul mit chillen, lesen, schlafen und Ballspielen verbracht. Am spaeten Abend kam dann endlich das versprochene Gewitter. Hoffentlich sind alle Zelte dicht!
 

 
Samstag, 01.08.2009 PDF Drucken E-Mail

Mit der himmlischen Ruhe in der Nacht war es heute leider erstmal vorbei. Auf dem benachbarten, stillgelegten Millitaerflugplatz findet ein Technofestival statt und bis morgens schallen dumpfe "utz, utz" Toene hier rueber.

Der Himmel war strahlend blau, aber die Wetterberichte waren sich nicht so ganz einig. Soll es jetzt gute Blauthermik werden oder eher ein schoener Sommertag?
Die ganze Flotte wurde aufgeruestet, auch die Einheimischen bauten fleissig auf. Nach ein paar Starts wurde erstmal umgebaut und wir haben zum ersten Mal die Piste 05 benutzt. Wegen der neuen Bedingungen wurden mit den noch nicht so erfahrenen Schuelern zunaechst noch ein paar Einweisungsstarts gemacht. Die Flugzeuge, die gestartet sind, blieben auch meistens oben, aber wirklich ueberzeugende Berichte gab es nicht. Und so blieben jede Menge Flieger einfach am Start stehen und es wurde hauptsaechlich geschult. Ein sonniger Tag an der Ostsee waere wohl doch die bessere Alternative gewesen.

Nach einigen Tagen Zwangspause wegen 50km Ueberlandfluegen konnte Anne heute endlich seinen ersten Ka8- Start machen. Bei dem zweiten Start wurde er auch gleich auf 2000m transportiert und hatte so seine Probleme von dort wieder runterzukommen.

Gestern habe ich vergessen zu erwaehnen, dass auch Jana hier angekommen ist. Ausserdem Max, der ueber das Wochenende  aus seiner Kaserne herausgelassen wird.

Heute sind Marcel und Rene van Aken angekommen. Christoph ist dagegen wieder gen Heimat aufgebrochen. Er hat dann doch das Auto genommen und die Plaene nach Hause zu fliegen wieder aufgegeben. Allerdings liegt ihm das navigieren in der Luft wahrscheinlich besser als am Boden, denn von verlaesslichen Quellen wurde berichtet, dass er in Wittstock mehrere Extraruendchen in einem Kreisverkehr gedreht hat.
Auch der Besuch aus Emmerich mit dem C22 ist wieder nach Hause geflogen. Die beiden haben wegen starkem Gegenwind mehr als 8 Stunden und 4 Tankstops bis nach Hause gebraucht.

 
Freitag, 31.07.2009 PDF Drucken E-Mail
Schon vor dem Fruehstueck wurden die meisten Flugzeuge aufgeruestet. Alle wollten heute frueh am Start sein.
Nach dem Fruehstueck konnte man schon die ersten Quellungen sehen, ab 11Uhr blieben die ersten oben.
Heute wollte sich Vincent an den 50km versuchen. Christoph und Renni wollten ein Jojo fliegen, Ziel > 700km. Nils und Christian F. planten ihre ersten 300er und auch alles andere wollte schnell in die Luft.
Und der Tag hielt auch was er versprochen hatte. Die Basis war nicht so furchtbar hoch, aber es gab schoene Wolkenstrassen.
Der Vincent hat die 50km nach Perleberg geschafft. Christian F. hat 360km geflogen, Bastian mit der LS4 knappe 300. Christoph und Renni sind ueber 8 Stunden geflogen. Christoph hat letztendlich 678km geschafft, Renni sogar 747km. Die beiden hatten fuer den Rest des Abends ein Dauergrinsen auf dem Gesicht.
Um 20:30 landete der erst der letzte Segelflieger. Der einheimische Jantar hat 800km geflogen.
Insgesamt sind heute von hier grob ueberschlagen ueber 4000km geflogen worden.

Unser Lager ist heute ausserdem noch gewachsen: Heute nachmittag ist Stephan Becks mit Frau und Tochter angekommen. Am Abend sind auch noch Georg und Heidi samt Rusty gekommen. Ausserdem kam noch Besuch aus der Luft: Christian und Thomas Heiting sind mit dem C22 von Emmerich hierher geflogen. Fuer den Trip waren gut 4,5 Stunden und 2 Tankstopps noetig.
 
Donnerstag, 30.07.2009 PDF Drucken E-Mail
Heute morgen sah es erstmal nicht so schoen aus. Es war ziemlich kuehl, bedeckt und windig. Daher wurden nach dem Fruehstueck erstmal einige unumgaengliche Dinge erledigt: ausfegen, Muell einsammeln, Autos ausraemen, einkaufen... Um 11:30 hatte sich das Wetter dann aufgeklart und ein paar Unerschrockene wollten trotz des strammen Windes unbedingt fliegen.
Der Start wurde also aufgebaut. Es gab nette Ausklinkhoehen von bis zu 600m und sogar Thermik. Am Start wurde man hin und wieder etwas gesandstrahlt. Die Ka8 rollte sogar rueckwaerts. Aber es war ein kleiner aber feiner Flugbetrieb.
Die Emmericher und Heinz, Volker und Hans hatten sich indes nach Berlin abgesetzt und dort mal ein wenig Sightseeing betrieben, Fast Food konsumiert und geshoppt.
Am Abend machte sich Alex dann noch zu einem kleinen Abendflug mit dem Piccolo auf. Irgendwann kam dann der Anhaenger hier an der Terasse vorbeigefahren... Was war passiert? Alex hatte wohl Motorprobleme gehabt und hat dann seine erste Aussenlandung ueberhaupt auf einem Acker in der Naehe gemacht.
 
Mittwoch, 29.07.2009 PDF Drucken E-Mail

Für heute waren die Wetterprognosen gut. Zwar blau, aber wenig Wind und gute Thermik.
Daher wurden direkt nach dem Flugzeug fleißig die Flugzeuge aufgerüstet und aus der Halle gezogen. Es wurde sich einiges vorgenommen: Jarno wollte beispielsweise die 50km fliegen um endlich mal seine Ausbildung zu beenden. Bastian wollte zum ersten Mal mit der 24 über Land und Christoph Mueller wollte einmal rund um Berlin.
Um 11Uhr begannen wider aller Erwartungen bilderbuchmaessige CUs am Himmel aufzupoppen. Das Wetter stellte sich als wirklich gut raus und es wurden einige Kilometer geflogen. Jarno ist erfolgreich in Perleberg gelandet. Der Versuch von Hannah, die Ka8 auch wieder zurück nach Wittstock zu fliegen, scheiterte aber leider. Held des Tages war aber Christoph, der seine 500km rund um Berlin tatsächlich geschafft hat. Es war am Ende wohl ziemlich eng, aber ein Waldbrand verhalf ihm doch noch zur Endanflughöhe.

 

 Hans zu dem Erlebnis mit Hannah in Perleberg:

McReady??? oder warum eine KA8 über die Flugplatzbegrenzung getragen wird statt zu fliegen! (Erlebnisbericht eines leicht gealterten Fluglehrers!!)

Gutes Wetter heißt für Segelflieger gute Thermik und eine ordentliche Arbeitshohe. Am dritten Tag des Fliegerlagers waren die Bedingungen gegeben und auch Wind und Windrichtung stellten keine unlösbaren Probleme für eine KA8 dar. Also bekam Jarno einen Flugauftrag über 50 km von Berlinchen nach Perleberg, ziemlich genau nach Westen über wenig bewaldetes Gebiet. Alles passte und so trudelte schon am frühen Nachmittag über Funk die Meldung ein, dass eine Landung am Ziel gesichert sei.
Da auch Hannah noch ihre 50 km fliegen muss, wird nicht die Rückholmannschaft aktiviert sondern ein Fluglehrer, der sich mit Hannah auf nach Perelberg macht. Alles notwendige wird eingepackt, die Streckenberechnung kontrolliert, uups, das ist ja der Kurs nach und nicht von Perleberg, schnell noch korrigiert, fast das Blei vergessen, aber dann ist alles perfekt. Mit Kartennavigation – das Navigerat ist als Logger in der Ka8 – geht’s mit dem Auto nach Perleberg. Dort angekommen wird mit den dort fliegenden Kameraden aus Wismuth kurz über die Modalitäten gesprochen. Obwohl auch sie die Starts bezahlen müssen, bekommt Hannah den ersten Start geschenkt. Während der Fluglehrer diese Dinge klärt, „brieft“ Jarno Hannah über seinen Flug und das Wetter. Mittlerweile ist die Basis bei 1800 m und entsprechend sind die Abstände zwischen den Wolken. Querab der Winde kreisen aber zwei Kollegen der hilfsbereiten Wismuther, also sollte was gehen. Noch eine kurze Einweisung in die Startgewohnheiten und los geht’s. Der Start verläuft gut, hätte etwas mehr nach rechts vorgehalten werden müssen und kräftigeres Ziehen hätte sicher mindesten 50 m mehr an Höhe gebracht. Nach dem Ausklinken schwenkt die Ka8 nach links und orientiert sich Richtung der kreisenden Wismuther, die mittlerweile aber deutlich versetzt sind.
Plötzlich nimmt die Ka8 die Nase herunter und deutlich an Fahrt auf. Noch bevor der Fluglehrer die Hand mit dem Funkgerät an den Mund führen kann, geht die Ka8 wieder in Normalfluglage über. Die Hand des Fluglehrers sinkt wieder herab und auch die Nase der Ka8. Wieder nimmt sie kräftig Fahrt auf, alles bei kräftigem Seitenwind weg vom Platz. Diesmal setzt der Fluglehrer einen kurzen Funkspruch ab:“Ganz ruhig, Hannah, und achte auf deine Höhe“. Ohne Antwort und unbeeindruckt delphiniert die Ka8 weiter. Sieht aber immerhin sehr zielstrebig aus. Hilflos schaut der Fluglehrer auf sein Funkgerät und sagt zu seinem Wismuther Kollegen:“Entweder findet sie dort Thermik oder ein  Außenlandefeld“. Da Hannah aber bereits eine Außenlandung hinter sich hat, ist er nur mässig beunruhigt, derweil die Ka8 am Horizont ihre Kreise zieht. Plötzlich richtet sie sich auf und macht Anstalten, zum Platz zurückzufliegen.
„Eijeijei“ entfleucht es dem Fluglehrer, „das wird aber knapp“, und nun ist er doch beunruhigt. Von der Startstelle aus sieht man in Richtung der heranrauschenden Ka8 Bäume, einen hohen Straßendamm, weitere Bäume, etwas weiter Windräder und, natürlich, die Ka8, die wieder beginnt zu delphinieren und dabei jeweils mächtig Fahrt aufnimmt. Ein weiterer unbeantworteter Funkspruch:„Bleib ruhig, Hannah, und schau nach Äckern“, und dann verschwindet die Ka8 hinter Bäumen und lässt einen hilflosen Fluglehrer zurück. Da taucht die Ka8 wie Phoenix aus der Asche wieder auf, nun deutlich zu erkennen. Den Platz wird sie nicht erreichen, aber für die Schafwiesen daneben sollte es reichen, also funkt der Fluglehrer:“ Siehst du die Wiesen Hannah?“. Vergebens, wieder senkt sich die Nase und die Ka8 verschwindet hinter Bäumen, zieht hoch, der Fluglehrer denkt an Gernot und seinen Parabelflug, und dann senkt sich die Ka8 entgültig  Richtung Bäume. Hoffentlich sind es nur kräftige Büsche, die die Ka8 auffangen, denkt der Fluglehrer und dann bleibt nur noch das Warten auf unheil- oder heilvolle Geräusche. Unverhofft taucht plötzlich hinter der Baumreihe am Ende des Platzes ein weißer Schemen auf, eine Ka8 wird erkennbar, gleitet zu Boden und landet sanft  25 m hinter der Platzbegrenzung im „rough“ wie der Golfer sagen wuerde. Erleichterung macht sich breit. „Die müssen wir wohl über den Zaun heben, aber geh du erst mal erst alleine zu ihr und frage, wie es ihr geht“ sagt der Wismuther Fluglehrer zu seinem Asperdener Kollegen, und so macht sich der auf den Weg. „Glückwunsch zur guten Lösung einer schwierigen Situation, wie geht’s dir?“ „Gut, wieso?“ „Hmmh, gut, machst du noch einen Versuch?“ „Meinst du, es geht noch?“ „Schaun wir mal. Ach, warum bist du denn oft so schnell geflogen?“ „Da war starkes Saufen und Jarno hat gesagt, da muss man deutlich schneller fliegen.“ „Wie schnell warst du denn?“ „160!!“ „Hannah, aaah, bei 160 hat die Ka8 einen Gleitwinkel von 1 zu Klavier, sieh mal, selbst bei McReady-Einstellung 2 Meter und 4 Meter Saufen fliegt man gerade mal gute 130 km/h!“ „McReady???“
Und so kam es, dass die Ka8 die Flugplatzbegrenzung dank der tatkräftigen Unterstützung der Wismuther Kollegen auf den Händen überquerte, statt aus eigener Kraft zu überfliegen.

(Erfahrungsbericht eines leicht gealterten Fluglehrers!!)
 
Dienstag, 28.07.2009 PDF Drucken E-Mail
Nach anfänglicher Abschirmung kämpfte sich schon bald die Sonne durch und wir konnten schon wieder fliegen! Für heute stand Umgebung erkunden auf dem Programm und für Vincent der erste 50km Versuch.

 

Zunächst war das Wetter etwas schwierig, die meisten fielen wieder runter, was zu einer großen Menge Flugzeuge am Boden und langen Schlangen führte. Aber irgendwann wurde der Schalter umgelegt und alles blieb oben und freute sich über das schöne Wetter. Nur Vincent war etwas deprimiert. Er hatte nämlich das 50km Vorhaben gecancelt und saß jetzt in der LS4...

Auch heute abend konnten wir draußen sitzen. Jetzt schon 100% mehr als in Leibertingen :-)
 
Montag, 27.07.2009 PDF Drucken E-Mail
Die erste Nacht im Zelt ist überstanden! Hier hört man Nachts so gut wie nichts: keine Hauptverkehrsstrasse, keine Flugzeuge oder Partys... Nur einige Lagerteilnehmer müssen noch lernen, dass ihr Zelt keine 4 festen, gut isolierten Wände hat wie zu Hause.

 

Nach dem Fruehstueck mit den hiesigen Schrippen fand dann das tägliche Briefing und die Einführung für die Windenfahrer statt.

Bei strahlend blauen Himmel wurden dann die Flugzeuge aufgerüstet. Das Wetter versprach Blauthermik und es standen eine Vielzahl von Einweisungsstarts auf dem Programm.

Der Platz ist hier ist riesig. Da muss man sich erst mal kurz orientieren, wo man landen muss, aber sonst sind die Bedingungen relativ problemlos. Nur der Windenstart macht den Fliegern und Windenfahrern noch ein wenig zu schaffen. Die Wittstocker Wind ist nicht gerade ein Vorbild für Benutzerfreundlichkeit, dagegen ist unsere Winde zu Hause ein Traum. Aber wir üben fleißig!

Zum Abendessen wurde gegrillt und danach ließ man den Abend bei ein wenig Lübzer-Pilsener draußen ausklingen. Das schöne Wetter muss ja schließlich ausgenutzt werden!

 
Sonntag, 26.07.2009 PDF Drucken E-Mail
Heute morgen, 6 Uhr, ging es endlich los! Treffen am Flugplatz, Anhänger aus der Halle räumen, ankuppeln... Eigentlich sollte es nur ein kurzes Briefing geben und dann Abfahrt. Aber der ein oder andere Kandidat kam wieder mal ein wenig später, der erste Kaffee fand den Weg in die Kanne nicht und so ganz wach waren die meisten auch noch nicht... Um viertel vor sieben saßen dann endlich alle im Auto und die Kolonne bewegte sich langsam vom Platz. Kurz vor Erreichen der Strasse dann ein lautes „Rums“! Was war das? Nach einem kurzen Blick in den Rückspiegel stand schnell fest: der Janus-Anhänger hatte sich verselbstständigt und stand jetzt drei Meter hinterm Auto. Die Kupplung hatte wohl nicht richtig gepackt. Aber der Anhänger ist so schwer, dass ich trotz Test alleine nicht anheben konnte. MIST. Anhänger und Flugzeug waren wohl auf, aber Strom- und Abreißkabel waren etwas lädiert.

 

Die Anderen fuhren also schon mal los, während Hans mit netter Assistenz von Frank eine Not-OP an den Kabeln durchführte. Eine halbe Stunde später war der Patient dann wieder transportfähig und wir konnten auch endlich auf die Bahn.

In der Zwischenzeit hatten wir schon mitbekommen, dass der VW-Bus mit Alex Probleme mit dem Tacho hatte... Wir waren also nicht so arg weit zurück.

Jetzt lief es eigentlich ganz gut. Ich hatte mich gerade an das Schaukeln des Gespannes gewöhnt, die erste Etappe auf der A57 war geschafft, da biegt Hans vor mir an der Ausfahrt Kamp-Lintfort Süd ab. Hm, kennt Susi mal wieder den ultimativen Weg? So heimatnah lass ich mich aber von der nicht verwirren, wir fahren schön Richtung Dortmund auf die A42.

Weiter läuft es jetzt problemlos. Es geht über die A2. Irgendwann kurz vor Hannover treffen wir Hans wieder. Mittlerweile wissen wir, dass wir uns von dem letzten Platz in der Karawane sogar bis an die Spitze vorgearbeitet haben, denn bei den anderen lief auch nicht alles rund: Christian und Jelena konnten zwar ohne Anhänger zügig bis Borkenberge fahren, mussten dann dort aber einen kleinen Zwischenstopp einlegen, um die LS4, die CU, Hannah und Hannahs Taschen einzusammeln.

Bei Alex und dem VW-Bus funktionierte zunächst der Tacho nicht. Das war zwar schnell behoben, aber wenig später hatte er schon wieder ne Panne: der Gaszug war gerissen. Nachdem die Polizei Bus und Anhänger zur nächsten Raststätte geschleppt hat, rückten die gelben Engel an und behoben den Schaden notdürftig. Bis Wittstock sollte es gehen, aber der Fahrkomfort ließ nach Aussagen des Fahrers wohl ein wenig zu wünschen übrig.

Über die A7 und A24 näherten Hans und ich uns dann gegen halb vier endlich unserem Zielort. Nach 3km Fahrt über Stock und Stein durch ein Waldgebiet erreichten wir den Flugplatz.

Wir liegen hier wirklich ziemlich ab vom Schuss! Strom und fließend Wasser sind immerhin schon vorhanden! Das Handynetz ist aber sehr löchrig und Internet gibt’s nur via Modem... Wie ging das eigentlich noch mal?

 

Am Flugplatz liefen schon einige bekannte Gesichter herum: Die Dreslers, Jarno und sein Motorrad und die Emmericher waren schon hier und hatten bereits begonnen das Zeltlager zu errichten. Anderthalb Stunden später kam der Rest dann auch endlich an! Bei schönstem Wetter wurden die restlichen Zelte aufgebaut und danach gab es Pizza. Letzter TOP für heute war dann noch das Briefing und eine kurze Rundführung durch die Gebäude.

Jelena und ich sind noch mal nach Wittstock zurückgefahren und haben schnell was gegen das fettige Essen geholt. Wir wissen jetzt auch schon genau, wo das hiesige Krankenhaus ist!

Die meisten gingen früh schlafen... War ja doch ein langer Tag und die Wettervorhersagen für morgen sind ganz viel versprechend.